Ding

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Das Ding ist zur Unterscheidung von Halbding im engeren Sinne auch Vollding genannt.

Die Dingphilosophie geht davon aus, dass die Welt aus lauter einzelnen Dingen besteht.

Alle Dinge begegnen mit einem jeweiligen Charakter, der eine Situation ist, in deren Hof der Bedeutsamkeit

  • Sachverhalte als Protentionen vorkommen, auf die man in unwillkürlicher Erwartung gefasst ist, obwohl sie sich erst bei Enttäuschung einzeln abheben,
  • ferner Programme, zu denen die Verweisungen durch Zuhandenheit im Sinne Heidegger ... ebenso gehören wie Programme der Verführung, der Anziehung, der Verwerflichkeit, des Prestiges, der Schicklichkeit usw., sowie nicht selten auch Probleme wie Rätsel und Gefahren. (S-WNP 370)

Bedingung der Möglichkeit von Dingen

Es ist naiv, zu glauben, dass den Dingen gleichsam ins Gesicht geschrieben stünde, dass sie diese Dinge sind und Anzahlen um 1 vermehrten; solche Inschriften hätte dieselbe Beglaubigung nötig und man käme wieder zu einem regressus ad infinitum. Statt dass ein Ding seine Identität und Einzelheit als etwas Selbstverständliches von sich aus versichern könnte, muss es diese Eigenschaften aus einem Hintergrund undinglicher Voraussetzungen übernehmen. Welche es sind, hat sich ergeben:

Siehe: Bedingung der Möglichkeit numerischer Einheit

Das Ding als Possessivum

Das Medium zwischen Dingen

Das Medium befindet sich zwischen zwei Dingen, und hat als Schnittstelle zwei Seiten, mit denen es die beiden Dinge verbindet und trennt zugleich.

Der Mensch ist kein Ding

Es gibt diese erbärmlich materielle und barbarische Vorstellung, nach der ein Mensch nicht an zwei Orten zugleich sein kann; als wäre er ein Ding! (Peirce, z.n. MU-DLGG)

Ding als Festkörper

In der Praxis menschlichen Zusammenlebens führt die Verkpaselung, für die Leibniz' Metapher von den fensterlosen Monaden der sinnfälligste Ausdruck ist, in den Individualismus, der den Umgang von Menschen mit einander auf so etwas wie das Rollen geschlossener, sich oberflächlich berührender Kugeln reduziert, die manchmal eine Zeit lang bei einandern liegen bleiben, manchmal wie Billardkugeln im Zickzack aus einander laufen. (S-WNP 133f)

Siehe: Festkörperglauben, Objekt

Beziehung zu Dingen

Im Gegensatz dazu kann das Ich gegenüber inneren und äußeren Objekten eine Position des Kennen-Lernen-Wollens oder eine des gierigen Verschlingens einnehmen, woraus ebenfalls entweder eine normale oder eine pathologische introjektive Identifizierung (als gieriges Verschlingen) erwächst. (Tomas Plänkers in: FW-PI 126)

Wichtiger als die Rede von inneren und äußeren Dingen ist die Frage nach der Qualität der Beziehung zu den Dingen, besonders des Grades der Abgrenzung bzw. der symbiotischen Verstrickung.