Leibliche Kommunikation

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Wahrnehmung als leibliche Kommunikation, Einleibung.

Leibliche Kommunikation ist das Eintreten zweier Leiblichkeiten in ein übergreifendes Gebilde, in dem die sich begegnenden leiblichen Richtungen einander abtasten und in ein subtiles Wechselspiel geraten. Während die anatomischen Körper in unvermischter Eigenräumlichkeit verharren, bilden die Leiber ein Geflecht hin- und herwogender Empfindungen.

Es gibt zwei Arten der leiblichen Kommunikation:

Auch:

  • Das Entstehen von "Ad-hoc-Leiber" (III1, 95ff.)

Leibliche Kommunikation unterscheidet sich wesentlich von sprachlicher Kommunikation, der Rede.

Freud

Überall da, wo leibliche Kommunikation als Verstrickung unter Partnern der primäre Zustand ist, trennt Freud Subjekt und Objekt und lässt die Brücke durch einen Trieb schlagen, der vom Subjekt her das Objekt besetzt oder sich davon zurückzieht, gleich den Pseudopodien der Geißeltierchen, die bald Fortsätze ausstrecken, bald sich zu Klumpen ballen. Die Objektbindung, deren Rücknahme für Narzißmus und sogar für Melancholie verantwortlich sein soll, wird damit als etwas dem Trieb Beliebendes behandelt, während sie in Wirklichkeit ein primäres Verstricktsein durch leibliche Kommunikation ist. (S-H 101)

Siehe auch: Synchronizität, Verschränkung, leibliche Resonanz, Resonanz