Reduktionismus

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Ontologischer Reduktionismus

Der Reduktionismus besteht in der Abschleifung der Außenwelt bis auf wenige am Festkörpermodell abgelesene Merkmalsorten, die für Statistik und Experiment geeignet sind. (Vgl: S-WNP 347)

Der Reduktionismus öffnet den Weg zur Weltbemächtigung, die aber unter christlichen Vorzeichen zunächst dem allmächtigen Gott überlassen wurde, so dass der Reduktionismus eher zurücktrat und die von ihm gebotene Chance erst seit Bacon, Hobbes und Descartes systematisch genützt wurde. (S-WNP 347)

Methodischer Reduktionismus

Gegen einen methodischen Reduktionismus zum Zwecke der Naturwissenschaft ist nichts einzuwenden.

Etwas abstrakter gefasst liegen die Gründe, warum man solche Reduktionen vornimmt, hauptsächlich in zwei Vorteilen:

  1. Einmal gewinnt man auf diese Art Manipulationsverfahren, welche uns eine Beherrschung der Umwelt durch Technologie erlaubt.
  2. Zum anderen hat man so eine relativ sichere intersubjektive Form von Gegenständlichkeit hergestellt, welche als restrealistische Verständigungsbasis dient. Und da wir über den Restrealismus nicht hinauskommen, also nicht zu den wahren, wirklichen 'Dingen an sich' (von denen wir nicht einmal sagen könne, ob es sie gibt) gelangen können, neigen wir dazu, die naturwissenschaftliche Weltsicht als die Objektivität schlechthin zu betrachten, die uns das scheinbar 'adäquateste' Bild von Wirklichkeit liefert. Unsere Wirklichkeit besteht aus Atomen und Molekülen, die heute eine ähnliche Funktion haben wir Gott im Mittelalter. (GR-LuS 51)