Natur

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Die Naturwissenschaft behandelt Natur nur noch als Produkt der naturwissenschaftlichen Methode.

Die Natur ist aber nicht nur Methodenprodukt der Naturwissenschaft sondern auch phänomenologisch erfahrbar und intersubjektiv kommuizierbar.

Naturdinge und -räume gleichen Saiten, die durch den Menschen in seiner Gestimmtheit erst zum Klingen gebracht werden. (F-LRP 239)

Siehe:

Natur auf Distanz

Bei Humboldt steht der Betrachter der Landschaft als das allsehende Subjekt gegenüber, das sich jedoch in einer klaren Distanz zum Gegenstand bzw. zum gesehenen Objekt befindet. (YH-Edk 106)

Natur als Atmosphäre

In Sôsesiks Verständnis des keshiki vollzieht sich dieser Vorgang jedoch auf andere Weise. Inmitten der Atmosphäre, für die der Begriff des "feinen kik" verwendet wird, ist die Leibessphäre der Hauptfigur von der Umgebung "durchdrungen". Die Landschaft, die in einer solchen Homosphäre leiblich und hautnah - wobei das ki laut der altchinesischen mediznischen Theorie sogar in die Haut hineinfließen kann - wahrgenommen wird, könnte man als "pansphärisch" gespürte Landschaft apostrophieren.

In einer solchen Pansphäre hören die Dinge in der Umwelt auf, als Objekte zu existieren. Schon bei Ludwig Klages, den Böhme in seiner ästhetischen Theorie erwähnt hat, findet sich ein radikaler Unterschied zwischen dem Bild und dem Ding. "Das Bild ist bewusstseinsunabhängige Wirklichkeit; das Ding in die Welt vom Bewusstsein hineingedacht und existiert nur für eine Innerlichkeit persönlicher Wesen." Dem entsprechend bezeichnet das keshiki als die pansphärisch gespürte Landschaft auch keine dinghaft erfasst Landschaft, also die substanziell anwesenden Dinge wie Berge, Bäume oder Häuser, sondern die atmosphärisch gespürte Wirklichkeit: ... (YH-Edk 106f)

Siehe: Logo-Topo