Einstellung

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Übersicht

Doppelnatur bzw. personale Aspektdualität eines physischen Wesens

naturalistische Einstellung lebensweltlich-personalistische Einstellung
"Perspektive" Außerperspektive der 3. Person
  • Innenperspektive der 1. Person: Erleben
Therapiemodell medizinisches Modell kontextbezogenes Modell
Effektstärke von Antidepressiva: 0,2 bis 0,4 von Psychotherapie: 0,8
Umwelt ökologische Umwelt phänomenologische Situation
Teile Körperteile Lebensepisoden (als Selbstanteile)
Gesamtheit physiologischer Vorgänge Subjekt von Lebensäußerungen
organischer Körper lebendiger Leib
physikalisch-materiell lebendig-materiell
physikalisch beschreibbare Einzelprozesse integrale (leiblich, seelisch, geistige) Lebensäußerungen
Physis des organischen Körpers Physis des lebendigen Leibes
Begriffe Körper, Organismus (Psyche als Rest-Container) Leib, Person, persönliche Situation
Natur, die wir haben Natur, die wir sind

Verknüpfung zwischen den beiden Einstellungen:

  • Korrelationen
  • Strukturähnlichkeiten
  • gleiche Extension, Koextension
  • Isomorphien
  • Bezogenheit zur Umwelt

Siehe: Personale Aspektdualität

Skizze

KörperLeib.png

LebendigePerson.png

Skizze

Körper, Psyche und Leib, Situation

Möglich: Eigenes Zurückfallen auf die leibliche Disposition, z.B. wenn es brennt.
Siehe: Personale Emanzipation

Körper Leib Situation.png

Transpersonal, Personal, Objektivistisch

Einstellungen.png

Zwei Grundeinstellungen

Jeder Mensch hat zwei Wege zu der Überzeugung, dass er hier und jetzt ist.

  • Der eine Weg besteht im Betasten und Besehen des eigenen Körpers, der als feste, stetig zusammenhängende, durch ein rings umschließende Oberfläche bedeckte Masse in einem Umfeld wahrgenommen wird, in dem er seinen fest bestimmten Platz hat. Dieser Platz ist ein relativer Ort, d.h. ein solcher, der durch seine Lagen und seine Abstände im Verhältnis zu den Orten umgebender Objekte ist. ...
  • Der andere Weg dazu, sich hier und jetzt zu finden, schafft nicht dieselbe messbare Präzision in einem räumlich-zeitlichen Ordnungsrahmen, hat aber den Vorteil, dass unzweifelhaft der Mensch selbst es ist und nicht nur ein Zubehör oder fragwürdiger Repräsentant von ihm der hier und jetzt gefunden wird. Ein möglicher Zugang zu diesem Weg ist folgender: Ein Mensch lebt träge und gedankenlos, entweder dösend oder in Routinetätigkeiten versunken, dahin, da schreckt ihn plötzlich ein aggressives Geräusch, vielleicht Hundegebell oder ein schriller Pfiff, oder er stürzt zu Boden und kann sich gerade vor dem Aufprall noch fangen, oder er verliert den Boden unter den Füßen, weil er eine Treppenstufe übersehen hat, oder er erhält unvermittelt einen Schlag vor den Kopf. Er fährt zusammen unter dem Druck der Bedrohung durch das unerwartet plötzlich hereinbrechende Neue, das die gleitende Dauer seines Dahinlebens zerreißt und ihn in die Enge einer Gegenwart versetzt, die ebenso zeitlich wie räumlich ist: zeitlich als das abgerissene Plötzliche, räumlich als die Enge, in die er durch das Zusammenfahren gedrängt ist. Dabei erlebt er sich an einer Stelle, die ebenso hier wie jetzt, räumlich und zeitlich, bestimmt ist, aber nicht relativ in einem Ordnungsrahmen von Orten oder Daten, sondern nur in der noch ungesichteten Situation, nur gegenüber dem erschreckenden Neuen, das sich auf ihn zu ereignet. Im Schock des Zusammenfahrens sind alle räumlichen und zeitlichen Ordnungsrahmen nicht mehr verfügbar. Dafür ist dem Menschen ein absoluter Ort angewiesen, der zugleich absoluter Augenblick ist, und nun ist unbezweifelbar klar, dass wirklich er selbst sich dort befindet. (S-L 1f)

naturalististisch, objektivierbar

...

phänomenalistisch, lebensweltlich

...


Siehe: Buch#Einstellungen