Leiblichkeit

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Die Leiblichkeit stellt sowohl Ort als auch Medium des gesamten Erlebens dar, also sowohl des Fühlens der Gefühle, wie auch des Erlebens einzelner Gefühle (der sogenannten klassischen Gefühle) wie auch der Artikulation der Intuitionen. (AB-BuB 164)

Leiblichkeit besteht nicht im Gegenüber oder in der Verbindung zweier Räume ("Innen" und "Außen"), sondern im Prozess der Vermittlung zwischen den Polen von Leib und Welt, die je für sich genommen keinen Bestand haben. (F-LRP 90)

Durchdringung, Verknüpfung und Wechselverweisung im psycho-physischen Kontinuum.

Ja, und es ist präzise der Leib, der jenes psycho-physische Kontinuum stiftet, in dem wir uns permanent wie von selbst bewegen: Psychisches ist mit Physischem verknüpft, von ihm durchdrungen und vice versa. Aber bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass diese Art von Durchdringung, Verknüpfung und Wechselverweisung eine eigene ontologische Dignität hat, die man - in solider phänomenologischer Tradition - Leiblichkeit nennen kann. (Schärtl in AdL 70)

Personalität und Leiblichkeit

Personalität Leiblichkeit
Willkürliches Unwillkürliches
Denken Fühlen
Person Leiblichkeit
Kognition Organismus
Bewusstes Wissen Unbewusstes Wissen, Unwillkürliches Wissen
Explizites Wissen Implizites Wissen
Ich Es

Leiblichkeit als Örtlichkeit

... indem ich Leiblichkeit als eine gewisse Art von Örtlichkeit bestimme. (S-Sub 5)

Leiblichkeit als Realisationsrelation

Die Leiblichkeit ist eine Realisationsrelation im Verhältnis von Person und Körper.

Siehe: Leib, Leib als Relationsbegriff

Leiblichkeit als das Fühlensorgan

Siehe: Objektivität der Gefühle

Objektivierung setzt Leiblichkeit voraus

Insofern der objektivierende Zugang zur Welt den Mitvollzug im leibliche Erleben und im Bezug voraussetzt, kann das Eigenrecht des letzteren nicht vom Standpunkt objektiven Wissens aus 'wegrationalisiert' werden. (CD-DLidjB 185)