Attribut

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Unter einem Attribut einer Sache verstehe ich eine Bestimmung, die für ihre Identität wesentlich ist, in dem Sinn, dass eine Sache, der es fehlt, mit ihr nicht identisch sein kann. (S-BW)

Zu den Attributen gehören auch ganz geringfügige Bestimmungen, z.B. für eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt, ob sie dann sitzt oder steht, wie viele Haare sie auf dem Kopf hat, von wem sie verschieden ist; wenn einer gerade sitzt, kann er mit einem Menschen, der gerade steht, nicht identisch sein, weil er dann sitzen und nicht sitzen müsste, da aus dem Stehen logisch folgt, nicht zu sitzen. (S-BW 17)

Jedoch sind nicht alle Bestimmungen einer Sache ihre Attribute, nicht nämlich die Existenz-Inductiva. (S-BW 17)

Notwendige Attribute

Attribut einer einzelnen Sache ist eine Bestimmung, die für die Identität der Sache wesentlich ist, in dem Sinn, dass sie nicht diese Sache (sie selbst in absoluter Identität) wäre, wenn ihr diese Bestimmung nicht zukäme. Da jede einzelne Sache notwendig sie selbst ist, ..., kommt ihr jedes ihre Attribute notwendig zu. (S-LU 33)

Der Satz, dass jede Sache ihre Attribute notwendig besitzt, ist auf das personale Subjekt also nicht anwendbar. (S-LU 91)

Objektive Tatsachen

Im Bereich objektiver Tatsachen steht aber fest: Jede Sache besitzt alle ihre Attribute notwendig. Daraus folgt, dass Existenz (Sein) kein Attribut ist. Wäre Existenz Attribut irgend einer Sache, dann müsste diese Sache existieren. Also wäre notwendig, dass irgend etwas existiert. Das ist aber nicht notwendig. (S-GedW 25)

IQM-Merkmale des Reduktionismus

Die gültigen Merkmale des Reduktionismus sind:

Tropenontologie als Ontologie der Eigenschaften

Die Gegenstände, für dich ich hier plädiere, haben in gewisser Weise einen Status zwischen Teilchen und Feldern. Einerseits löst sich die monolithische Teilchenkonzeption auf in Bündel dispositionaler Tropen, die - bildlich gesprochen - eine viel luftigere und wechselhaftere Struktur haben als die kleinen massiven Kügelchen in Schaubildern des Standardmodells der QFT. Andererseits ist die Situation aber auch nicht so luftig, dass den verschiedenen Raumzeitpunkten (beziehungsweise besser: Raumzeitregionen) einfach unverbundene Feldgrößen zukommen, auch wenn diese natürlich bestimmte Bedingungen erfüllen. (Kuhlmann in Esfeld 2012: Metaphysik der Natur, 225)