Husserl

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Zu Unrecht ist der Titel "Phänomenologie" von Husserl usurpiert werden; dessen transzendentales und eidetisches (Wesen schauendes) Verfahren ist vielmehr eine Sackgasse der phänomenologischen Methode. (S-I 139)

Husserl hat keine Ahnung von Situationen im hier eingeführten Sinn; ihrer primären, durch einen chaotisch-mannigfaltigen Hof der Bedeutsamkeit integrierten Ganzheit stellt er das traditionelle Konzept der Konstellationen entgegen, das ein Analogon der Situationen gleichsam "von unten" durch Vernetzung von substantiellen oder dinglichen Kernen aufzubauen sucht. (S-WNP 370)

Es ist fast tragisch, dass der Mann, der der eben entstehenden Phänomenologie die Bahn wies und dabei mit ehrwürdig drängenden, bohrendem Eifer geduldig voranging, mangels eines hinreichend weiten Horizontes der Lebenserfahrung und mangels historischer Bildung nicht merkte, dass seine Arbeit fast nur darin bestand, traditionellen Vorurteilen den Stempel "phänomenologisch geprüft" aufzudrücken. Welchen Vorteil hätte es nicht bringen können, wenn dieser Eifer in einer und derselben Person verbunden gewesen wäre mit dem Anteil an der Entdeckung der Gefühle als Atmosphären, die damals in echt phänomenologischem Geist Rudolf Otto am Beispiel des Numinosen gelang! (S-NGE 330)

Siehe: Dingontologie