AKE

Aus TopoWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
AKE1a.png
AKE1b.png
AKE1c.png
AKE1d.png
AKE2.png
AKE3.png

Gruppe der autoskopischen Phänomene

Die außerkörperliche Erfahrung gehört zu der Gruppe der autoskopischen Phänomene, worunter auch gehören:

  • autoskopische Halluzination
  • Heautoskopie
  • "Fühlen einer Anwesenheit"

Typen

  • echte AKEs, die durch epileptische Anfälle verursacht
  • absichtlich mentale Simulationen von AKEs bei gesunden Versuchspersonen
  • absichtliche mentale Simulationen von AKES bei epileptischen Patienten

Typen des Selbstgefühls

  • Selbstgefühl als Verkörperung: passives Selbsterleben
  • Selbstgefühl als Subjektivität:
    • attentionale Agentivität = die erlebte Kontrolle der eigenen Aufmerksamkeit
    • plus die Einsicht, dass der Körper jetzt für globale Formen der Handlungskontrolle verfügbar geworden ist. [TM-DET 156]

Selbstgefühl als Verkörperung

  • Selbst-Identifikation (mit dem Inhalt eines bewussten Körperbildes)
  • Selbst-Lokalisierung (innerhalb eines räumlichen Bezugsrahmens)

Emotionen, Willensakte und Gedanken sind für das grundlegende Ichgefühl nicht erforderlich. ... Nennen wir dies das "Selbstgefühl-als-Verkörperung". (TM-DET 154)

Selbstgefühl als Subjektivität

Selbstheit als Innerlichkeit kommt dann zum Vorschein, wenn ein Organismus zum ersten Mal aktiv die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper als Ganzes richtet. (TM-DET 157)

Der Organismus besitzt nämlich jetzt das Potenzial, gleichzeitig auf die Welt und auf sich selbst gerichtet zu sein. Er ist jetzt der Körper als Subjekt. (TM-DET 158)

Dieses innere Wissen hat nichts mit Sprache oder begrifflichem Denken zu tun. Auch Tiere können es haben. (TM-DET 156)

Erleben von Agentivität.

Tieren fehlt jedoch die Fähigkeit zur Selbstzuschreibung.

Phänomenologie der außerkörperlichen Erfahrung (AKE)

Häufigkeit

  • zwischen 8 und 15 Prozent der Allgemeinbevölkerung
  • häufiger bei:
    • Studenten: 25%
    • Schizophrenen: 42%
    • Menschen, die von der Realität paranormaler Phänomene überzeugt sind: 49%
    • Menschen mit der Fähigkeit, sich vollständig absorbieren zu lassen
    • Epileptikern

Ort des Austritts

  • Kopfaustritt: 12,5 Prozent

Geschwindigkeit des Austritts

  • abrupte Bewegung: 46,9 %
  • langsamer Bewegung: 21,9 %
  • graduell oder sehr langsame Bewegung: 15,6 %

Dauer der AKEs

  • weniger als 5 Minuten: 40%
  • weniger als einer halben Minute: 10%

Wahrnehmung des Körpers

  • mehr als der Hälfte der Fälle: sehen aus einer Außenperspektive

Entfernung der Körperwahrnehmung

  • 62% aus geringer Entfernung

Kontrolle der Bewegungen

  • 53,8% der Versuchspersonen waren nicht in der der Lage, ihre körperlichen Bewegungen zu kontrollieren
  • 28.1% waren in der Lage, die Bewegungen zu kontrollieren
  • andere hatten kein Bewegungserlebnis

Zweite Körpererfahrung

  • (je nach Studie) zwischen 31 %und 84% gaben an, sich in einem zweiter Körper zu befinden
    • Körper wird als Mischung zwischen gasförmiger und flüssiger Substanz erlebt
  • 31% waren "asomatisch": lediglich eine externalisierte visuell-räumliche Perspektive

Dominante Sinnesmodalität

  • Sehen: 68,8% (mehr als 80% realistische Berichte, keinen übernatürlichen Elemente)
  • Hören: 15,5%

Gleichgewichtssinn

Empfindungen des Gleichgewichtsinns und er Eigenbewegungen sind im OBE-Zustand besonders deutlich ausgeprägt. (TM-DET 134)

Temperaturempfinden

  • Fehlen von Temperaturempfinden

Körpergewicht

  • Empfindungen des Gewichts des eigenen Körpers sind nur sehr schwach, deshalb scheint Fliegen die "natürliche" Fortbewegungsweise bei außerkörperlichen Erfahrungen zu sein.

Diskrete Sprünge

Stattdessen bewegte ich mich häufig in "Sprüngen" - etwa von einem Fenster zum nächsten. Blackmores Hypothese lautete, dass wir im Verlauf von OBEs unseren Standpunkt durch diskrete, unterscheidbare Sprünge verschieben, von einem besonders markanten Orientierungspunkt in unserer kognitiven Landkarte zum nächsten. (TMDET 132)

Was ich an Blackmores Modell der außerkörperlichen Erfahrungen am überzeugendsten fand, waren die Sprünge von Orientierungspunkt zu Orientierungspunkt, ein phänomenologisches Merkmal, das ich in meinen eigenen OBE-Episoden vollkommen übersehen hatte. (TM-DET 132)

..., dass sich das Körpermodell nicht so bewegt, wie es der physische Körper tun würde, sondern dass oftmals schon das bloße Denken an einen Zielort genügt, um einen auf einem kontinuierlichen Pfad, einer stetigen Bahn, dorthin zu bringen. (TMDET 134)

  • kurze Blackouts zwischen verschiedenen Szenen