Medizin

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Westliche und Chinesische Medizin

Medizin west china.png

Die Unterschiedlichkeit einzelner Individuen wird im Abendland primär auf die individuell unterschiedliche Psyche bzw. das individuell unterschiedliche seelische Erleben eines Menschen zurückgeführt, wie es sowohl in der differenzierten Beschreibung der psychischen Symptomatik als auch in der Methodenvielfalt psychotherapeutischer Maßnahmen selbst zum Ausdruck kommt. Die Körper in ihrer Struktur und in ihren Funktion werden, im Sinne der "Homogenität des Substrats", hingegen prinzipiell als sehr ähnlich begriffen, weswegen, beispielsweise bei den schizophrenen Patienten meist derselbe Wirkstoff in Gestalt eines Neuroleptikums eingesetzt wird.

In der Chinesischen Medizin verhält es sich nun genau umgekehrt. Hier versteht sich das Individuum und sein individuelles seelisches Erleben primär als Ausdruck einer unterschiedlichen Leiblichkeit in Gestalt einer individuell unterschiedlich zusammengesetzten Lebenskraft (qi). Insofern ist weder die Wahrnehmung des eigenen seelischen Erlebens seitens der Patienten noch die differenzierte diagnostische Erfassung der psychischen Symptomatik in der Chinesischen Medizin besonders ausgeprägt. (DH-DLdG 403)