Martin Buber

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Die Frage nach der Substanz des Seins als Fundament der Welt stellt sich uns aus Bubers Perspektive als Frage nach den grundlegenden Modi unseres Selbstseins. Es ist vor allem der idealisierte Begriff eines hypertrophen Ich, eines sich selbst und die Welt konstituierenden Ego ohne personalem Gegenüber, gegen das es zu opponieren gilt. Diesem defizienten Seinsmodus stellt Buber das realisierende Ich und die ihm korrespondierende große Wirklichkeit gegenüber. Nach einer durch die Mystik dominierten Frühphase, die ihn der sozialen Wirklichkeit und ihrer Phänomene eher entfernte, schwenkte er zu einem Weltverständnis über, das durch die Idee der Beziehungswirklichkeit getragen ist. In dieser dialogischen Wirklichkeit begegnen dem Menschen die Natur oder ein menschlicher Partner als ein persönliches Gegenüber. Jede Begegnung wird notwendigerweise immer wieder durch eine monologische Erfahrung, in der das Individuum sich als von den Objekten seiner Welt getrennt erlebt, durchbrochen. Das Wirklichkeitsverhältnis von Mensch und Welt ist aber dennoch ein relationales, die Beziehungswirklichkeiten des Ich-Du-Verhältnisses und des Ich-Es-Verhältnisses wechseln einander ständig ab. (FKW-AdSdD 118f)

Zwiefältigkeit

Ich-Du Ich-Es
Erfahrung dialogisch (dual) monologisch (monadisch, topisch?)