Ausweichen

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Das geschickte Ausweichen vor einer in drohender Näherung gesehenen wuchtigen Masse gelingt in einer den unvorhersehbaren Umständen spontan angepassten Weise, obwohl man den eigenen Körper so gut wie gar nicht sieht, also auch nicht der Lage und dem Abstand nach mit dem bedrohenden Objekt vergleichen kann. Es gelingt, weil sich der Blick als leibliche Regung vom Typ der unumkehrbar aus der Enge in die Weite führenden Richtung an die drohende Masse, z.B. ein heranfliegender Stein, wie gebannt hängt und dessen Bewegungssuggestion - die anschauliche Vorzeichnung seiner bevorstehenden Bewegung - in das motorische Körperschema, zu dessen unumkehrbaren Richtungen er selbst gehört, so überträgt, dass die Anpassung im Ausweichen möglich wird. Harmlos und unauffällig, aber sehr viel komplizierter gelingt auf dieselbe Weise das Ausweichen, wenn sich Passanten auf bevölkerten Gehwegen begegnen, jeder nur sein Wegziel im Sinn habend, und achtlose Blicke genügen, um Zusammenstöße zu vermeiden, wobei jeder den bevorstehenden Kurs nicht nur des Nächsten, sondern auch den der daneben und dahinter Auftauchenden berücksichtigen muss. (S-KE 39)