Netzwerk

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Netzwerktheorien werden häufig als Gegensatz zu Systemtheorien verstanden.

Vergisst man vor lauter Netzwerken die darunter liegenden Situationen verirrt man sich im Konstellationismus.

Drei-Schichten-Ontologie

Netzwerkdenken basiert letztlich auf einer konstellationistischen postaristotelischen Drei-Schichten-Ontologie (siehe Aristoteles Metaphysik 1089 b 23f.), in der es nur gibt:

  • Dinge als Substanzen
  • mit inneren Eigenschaften und
  • äußeren Relationen zueinander

(Vgl: S-WNP 341)

Dieses dreigliedrige Schema wird seit Hume durch ein reduziertes ergänzt, das nur noch

  • Ereignisse und
  • Relationen

zulässt, aber lediglich in der theoretischen Physik zur Geltung gekommen ist. (S-WNP 199) Dieses Ereignis-Relations-Schema findet in der Prozessphilosophie Anklang, die dem Netzwerk ein Kettenmodell als das fortschrittlichere gegenübergestellt.

Gesellschaftliche Vernetzung in der Moderne

Die Beziehung des einzelnen Menschen zu der gesellschaftlichen Gesamtheit, in der er lebt, ist zunehmend abstrakt geworden. Er kann sich als gesellschaftliches Wesen nur noch als Knoten marktförmiger und informationeller Vernetzung verstehen. Schmitz sagt deshalb, dass das, was einstmals Gesellschaft oder Gemeinschaft war, durch Vernetzung und Konstellation vereinzelter Menschen rekonstruiert wurde. (B-Fest80 27)

Grenzen der Vernetzung

Im Zeitalter globaler Digitalisierung ist diese [ poetische ] Auffüllung der Netze besonders wichtig. (S-WNP 266)

Analog zum Netzwerkdenken nimmt die prosaische Explikation von Situationen überhand.

Das Scheitern der Hoffnung, die Welt als riesige Vernetzung einzelner Faktoren übersichtlich zu machen, wird aufgewogen durch die Ganzheit von Situationen, die in anderer Weise für Übersichtlichkeit sorgen. (S-DzB 22)