Leib: Unterschied zwischen den Versionen

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Experiment:
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Hand-Experiment:
 
* Heben Sie die Hand, die Finger locker geöffnet, und konzentrieren Sie sich darauf, diese Hand zu spüren. Was nehmen Sie in der "Gegend" der Hand wahr?
 
* Heben Sie die Hand, die Finger locker geöffnet, und konzentrieren Sie sich darauf, diese Hand zu spüren. Was nehmen Sie in der "Gegend" der Hand wahr?
 
* Dann pusten Sie kurz gegen die Hand, und nehmen Sie wahr, was sich verändert.  
 
* Dann pusten Sie kurz gegen die Hand, und nehmen Sie wahr, was sich verändert.  
 
* Erst durch das Pusten nimmt man eine Fläche wahr. Der spürbare Leib kennt noch keine Flächen, sondern nur diffus ausgedehnte [[Leibesinsel]]n.
 
* Erst durch das Pusten nimmt man eine Fläche wahr. Der spürbare Leib kennt noch keine Flächen, sondern nur diffus ausgedehnte [[Leibesinsel]]n.
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Beispiele:
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* Klavierlernen: Vom Suchen der Abständen zwischen den Tasten bis hin zum Spielen.
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* Verunsicherter Tennisspieler, der sich auf seine Abstandsverhältnisse besinnt, und die Aufschläge vergibt.
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Der spürbare Leib kennt keine messbaren und damit umkehrbaren Abstände, sondern nur Weite bzw. Enge und leibliche Richtungen, die vom eigenen absoluten Ort nach außen gehen.

Version vom 12. Dezember 2010, 14:05 Uhr

Der Leib ist etwas anderes als der Körper. Und ganz im Hintergrund wissen wir das eigentlich:

  • Zum Beispiel sagen wir, da habe einer "aus Leibeskräften" geschrieen, die Formulierung "aus Körperkräften" ergäbe keinen Sinn.
  • Auch das Verbot, nicht mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, beruht auf dem Wissen vom Leib und davon, dass diese "aufspießende" Geste in ihrer Wirkung weit über den Körper hinausreicht.
  • Jedes Kind kennt die Macht des Blickes, wenn es von Wut oder Ekel oder Angst im Blick der Mutter getroffen wird.

Hand-Experiment:

  • Heben Sie die Hand, die Finger locker geöffnet, und konzentrieren Sie sich darauf, diese Hand zu spüren. Was nehmen Sie in der "Gegend" der Hand wahr?
  • Dann pusten Sie kurz gegen die Hand, und nehmen Sie wahr, was sich verändert.
  • Erst durch das Pusten nimmt man eine Fläche wahr. Der spürbare Leib kennt noch keine Flächen, sondern nur diffus ausgedehnte Leibesinseln.

Beispiele:

  • Klavierlernen: Vom Suchen der Abständen zwischen den Tasten bis hin zum Spielen.
  • Verunsicherter Tennisspieler, der sich auf seine Abstandsverhältnisse besinnt, und die Aufschläge vergibt.

Der spürbare Leib kennt keine messbaren und damit umkehrbaren Abstände, sondern nur Weite bzw. Enge und leibliche Richtungen, die vom eigenen absoluten Ort nach außen gehen.